Schön, gesund und umweltfreundlich
- Umweltmisiter Dr. Dietmar Woidke setzte das Startsignal für ein besonderes Quartier -

Übersichtsplan Pflock fast drin Schräg gegenüber der Grundschulturnhalle schlug Umweltminister Dr. Dietmar Woidke am 26. September den ersten Pflock für das Wohnviertel "An den Eichen". Für einen Spatenstich sei es noch zu früh, hatte Detlef Bühmann, Geschäftsführer des Fertighausherstellers Haacke-Haus erklärt, denn zunächst stünde noch die Erschließung des Viertels an. Zusammen mit sieben Architekturbüros aus Berlin und Brandenburg wird hier unter dem gemeinsamen Dach "Architekturforum Holzbau" ein bundesweit einmaliges Projekt umgesetzt.

"An den Eichen" wird es ausschließlich ökologisch hochwertige Holzhäuser mit niedrigem Energieverbrauch geben. Potentielle Bauherren können ab sofort mit dem Architekturforum in Kontakt treten, am 1. und 2. Oktober finden von 11.00 Uhr-17.00 Uhr Informationstage für Bauherren statt.

große Runde "Wir sind die Leute von Verari", witzelt Hans-Jürgen Fröde, einer der Architekten des Architekurforum Holzbau. "Ausgeschrieben heißt das "Verein für Architekten und Ingenieure"." Im Gegensatz zu Kollegen, die bewusst alleine arbeiten, tauschen sich die Mitglieder von "Verari" gern untereinander über die Möglichkeiten innovativer, ressourcensparender und dennoch finanzierbarer Bauprojekte aus. In diesem Umfeld entstand die Idee, gemeinsam mit Haacke-Haus, einem Unternehmen, das auf dem Gebiet umweltverträglicher Produktionsverfahren und dem Einsatz wohngesunder Baustoffe bundesweit eine Vorreiterrolle einnimmt, einen Standort zum Bau einer geschlossenen Siedlung zu suchen. Dort, so der Gedanke, wolle man erstmals einen ganzheitlichen Planungsansatz verwirklichen. Das Architekturforum Holzbau war geboren.

Ein besonderer Standort für ein einzigartiges Projekt
Die Latte hing hoch für den passenden Standort. Es gab hohe Anforderungen an die landschaftlichen Bedingungen, die regionalen Strukturen, die bestehende Freiraumplanung und an das Verkehrskonzept. Im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung konnten sich Entwicklungsgesellschaften bewerben. Rund 20 Wohnungsbauentwickler aus Berlin und Brandenburg folgten dem Aufruf. Auserkoren wurde Neu Döberitz.

Minister Woidke, Bürgermeister Hemberger und das Architekturforum Wenn alles nach Plan geht, wird Mitte nächsten Jahres mit dem Bau begonnen. Jedes Architekturbüro schöpft aus dem Fundus eigener Entwürfe, die trotz aller Individualität in ihrer modernen Formensprache aufeinander abgestimmt sind.

Die Gebäude sind als Holzkonstruktionen mit integrierten, wärmespeichernden Materialien geplant. Jedes Mitglied des Forums ist mit dem Ziel angetreten, die Wärmeschutzanforderungen der Energiesparverordnung deutlich zu unterschreiten. Es werden nachweisbar schadstoffarme Baustoffe zum Einsatz gebracht und beim Innenausbau können die Bauherren aus einem breiten Spektrum gesundheitsverträglicher Materialien wählen. Farben, Fußbodenbeläge, abgeschirmte Elektrokabel - es gibt viele Entscheidungen zu treffen. Diese Möglichkeiten setzen sich bei der Energieversorgung, der Wasseraufbereitung und der Entsorgung fort. Der Gedanke der Nachhaltigkeit spielt auch während der Bauphase eine Rolle. Durch ausgefeiltes Baustellenmanagement werden Liefervorgänge optimiert und Bauabfälle gering wie möglich gehalten. Und sollten sie sich dennoch nicht vermeiden lassen, wird rfecycelt, was recycelt werden kann.

Gefertigt wird unter hohen Qualitätsanforderungen im Haacke-Werk in Neu Plötzin, das schon seit 1999 nach der Emas-Verordnung zertifiziert ist. Die Zertifizierung setzt nicht nur eine hohe Qualifikation der ca. 100 Mitarbeiter heraus, sondern auch ein breites Wissen über Belange des Umweltschutzes.

Übrigens ist auch die Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region ein Aspekt, der beim ganzheitlichen Planungsansatz eine Rolle spielt.