Vorgartenwettbewerb - der Start


Gestalten wie die Profis
Workshop zum Auftakt unseres Gartengestaltungswettbewerbes bei Pflanzen-Kölle

Mit professioneller TechnikWer bislang dachte, Gartengestaltung beschränke sich auf die Auswahl der passenden Pflanzen, wurde am Samstag eines Besseren belehrt. Ilona Klein und Steffi Quast, Gartenbauingenieurinnen und Beraterinnen von Pflanzen-Kölle, überraschten die 35 Workshopteilnehmer zum Auftakt des Wettbewerbes "Neu Döberitz soll noch schöner werden" mit einer beeindruckenden Informationsfülle. Stifte huschten über Notizpapier, Augenbrauen wanderten immer wieder erstaunt in die Höhe, Köpfe nickten anerkennend - die Atmosphäre im liebevoll vorbereiteten Workshopraum war geprägt von hoher Konzentration und Lernbereitschaft. Knapp zwei Stunden lang wussten die beiden Gartenprofis ihre Zuhörer mit ihrem Vortrag zu fesseln, anschließend beantworteten sie Fragen aus der Praxis.

Kurzerhand und ganz pragmatisch wurde eingangs die Aufgabenstellung für die Wettbewerbsteilnehmer verändert: Da die Vorgärten in der Regel nicht sehr groß sind, einigte man sich darauf, die gesamte Gartenfläche in die Gestaltung einzubeziehen.

Doch ehe es ans Gestalten geht, so lernten die Anwesenden, ist sorgfältige Planung vonnöten.

Welcher Gartentyp sind Sie?
Ausgehend von der Frage "welcher Garten passt zu mir?" stellte Steffi Quast vier (Hobby-)Gärtnertypen vor, die natürlich auch in Mischformen vorkommen:

  1. Der romantisch-verträumte Typ
    Dieser Typ liebt dichte, üppige Bepflanzungen, weich ineinander fließende Pastelltöne, aromatische Düfte und Natürlichkeit. Gerne nutzt er seinen Garten zu geselligen Zusammenkünften.
  2. Der individuell-extravagante Typ
    Wenn Sie klare, formale Linien , eine kühle Noblesse, Sachlichkeit und Ordnung schätzen, sind Sie vermutlich diesem Gärtnertyp zuzurechnen. Bei der Gartenpflege greifen Sie mit Vorliebe zu professionellen Hilfsmitteln wie computergesteuerten Bewässerungssystemen, dem Zufall überlassen Sie nichts gerne. Ausgedehnte Gartenpartys sind Ihre Sache nicht- sie nutzen ihn eher als Rückzugsmöglichkeit.
  3. Der traditionell-beständige Typ
    Sie träumen von Großmutters Garten mit einer Mischung aus Düften und Nutzpflanzen? Sie empfinden Freude, wenn ein kümmerliches Pflänzchen unter Ihrer liebevollen Pflege auflebt? Dann verkörpern Sie den Gärtnertyp, bei dem die Vorliebe für Traditionen die Gestaltung lenkt. Ein Platz für Liegestuhl und Kaffeetafel sollte also unbedingt eingeplant werden.
  4. Der spontan-flexible Typ
    Ein Garten ist eine tolle Sache - aber viel Arbeit darf er nicht machen! Heiter, charmant und unkonventionell ist sein Besitzer, mit einer Vorliebe für verspielte Formen, aufregende Lichteffekte und Farben. Robust muss er sein, der Garten, denn wissenschaftlich-fundierte Kleinarbeit möchte sein Besitzer nicht betreiben. Genießen steht im Vordergrund.

Planungsgrundlagen
Haben Sie sich wiedergefunden? Dann geht es weiter mit den harten Planungsfakten.

Zunächst sollte eine Entwurfszeichnung angefertigt werden, in der alle Einzelheiten wie Grundstückslage, Gebäude, Wege und Bäume eingezeichnet sind. Zu klären ist ferner, ob es in der Gemeinde behördliche Vorgaben gibt, die bei der Gartengestaltung zu berücksichtigen sind. In welcher Himmelsrichtung liegt der Garten, wie ist es um das Klima in Berlin/Brandenburg im Allgemeinen und in Ihrem Garten im Besonderen gestellt? Was bedeutet das für die Auswahl von Pflanzen und Gehölzen? Welche Beschaffenheit hat der Boden?

Wer solche Überlegungen bislang nicht angestellt hat, konnte von Ilona Klein eine Menge lernen und vielleicht sogar verstehen, warum in der Vergangenheit so manche Pflanzen nicht gedeihen wollten. Denn nicht jeder Hobbygärtner kommt auf die Idee, vor der Bepflanzung zu prüfen, wie weit das Grundwasser von der obersten Bodenschicht entfernt ist (wichtig für die Bewässerung!) ,ob der Boden mit Bauschutt und Kies verfestigt ist oder wie sein Säuregrad aussieht.
Letzteres erfährt man, indem man an mehreren Stellen des Gartens Proben entnimmt, diese mischt und mittels Testsets (z.B. von Kölle) den ph-Wert des Bodens ermittelt. Je nachdem, wie das Ergebnis ausfällt, muss Mutterboden angeschüttet oder Dünger hinzugefügt werden.

Erst dann geht es an die Bepflanzung: Zuerst werden Rasenflächen geplant, dann Bäume, Sträucher und Hecken. An dritter Stelle Stauden und Beete, gefolgt von Sommerblumen und Lückenfüllern, zuletzt werden Kletterpflanzen gepflanzt. Diese Reihenfolge sollte unbedingt eingehalten werden , ganz gleich, wie groß der Garten ist.

Praktische Tipps
Zu den einzelnen Umsetzungsschritten gab es eine Vielzahl an praktischen Tipps und Hinweisen: Beispielsweise zur Vorbereitung und Durchführung einer fachmännischen Rasenpflanzung, über harmonische Farbzusammenstellungen in Beeten, Bewässerungszeiten und -mengen bis hin zum Beschnitt von Bäumen und Gehölzen.
Wer jetzt noch Hilfe benötigt, kann bei Pflanzen-Kölle einen individuellen Beratungstermin vereinbaren.

Weiter geht´s nach Ostern
Unsere Wettbewerbsteilnehmer haben nun erst einmal Gelegenheit, sich in Ruhe mit der Planung ihres Gartens zu beschäftigen, denn ehe die Gartenarbeit beginnen kann, muss erst das Wetter besser werden. Wir werden sie in den kommenden Wochen besuchen und an dieser Stelle über die Entwicklung der Gärten berichten.

Hier finden Sie diesen Artikel als PDF-Datei (ca. 37 kB) und die Bilder als Zip-gepackte Datei(ca. 780 kB) zum Download .

Aufmerksame Zuhörer Begrüßung der Teilnehmer Ilona Klein
Nach der Veranstaltung Die Wettbewerbsteilnehmer Während des Workshops