Gartenwettbewerb: Von Nachzüglern und zarten Pflänzchen


Hausbesuche die 2: Am 14. April haben wir wieder einmal eine Runde durch das Wohngebiet gedreht und geschaut, wie sich die Wettbewerbsgärten entwickeln. Diesmal besuchten wir auch Familie Latala, die urlaubsbedingt in der 1. Vorstellungsrunde noch nicht dabei war. Ein vorher-Foto existiert trotzdem, Georgios Anastasiades, Hausfotograf der SEND, hat es im Februar sozusagen "aus der Hüfte geschossen".

Wir treffen Birgit und Jürgen Latala auf der Terrasse und bewundern den frischen Rollrasen. Eine kleine Ecke fehlt noch, aber das stört nicht wirklich. An diesem sonnigen Nachmittag setzt sich die saftig-grüne Pracht wie eine Bilderbuchzeichnung von dem ganz in Blautönen gehaltenen Haus der Latalas ab. Die hölzernen Gartenmöbel mit ihren blauen Polstern fügen sich perfekt ins Farbkonzept ein. Ob die sich Blütenpracht im Sommer wohl ähnlich harmonisch präsentieren wird?

Schon jetzt sieht man, dass in den zurückliegenden Wochen einiges an Gartenarbeit angefallen ist. Im Vorgarten stecken erste Blüten ihre Köpfe aus der Erde, Platten sind verlegt, Sträucher begrenzen die Rasenfläche und Söhnchen Tim buddelt mit einem Freund im Sandkasten, der sich im unteren Bereich eines Spiel- und Kletterhäuschens befindet. Auch der Geräteschuppen steht schon.

Wie sehen die weiteren Pläne aus? "Mal sehen, was daraus wird", lächeln die Latalas gelassen. Die Beete wollen sie noch mit Mulch versehen, Kübelpflanzen werden der sonnigen Terrasse den letzten Schliff geben. Dann ist aber erst einmal Genießen angesagt.

Das Wichtigste ist getan. Wir werden beobachten, was daraus wird.

Birgit und Jürgen Latala blühender Vorgarten beim Buddeln
Im Februar jetzt

Vorerst gehen wir ein paar Schritte weiter zur Johannesstraße 12 und schauen, was sich bei Familie Bruhn/Schmidt inzwischen getan hat. Schon in Spandau haben die Familien Bruhn/Schmidt und Latala in der gleichen Straße gewohnt. Jetzt steht das Haus der einen im Eingangsbereich der Johannesstraße, da, wo sie noch "Am Wasserturm" heißt und das ihrer Freunde am Ende. Die beiden kleinen Söhne gehen wie früher in den gleichen Kindergarten.

Im Vorgarten von Bruhn/Schmidts wurden ordentliche Beete angelegt und eine Blütenpracht in rot, rosa und weiß erhebt sich aus der braunen Erde. Rechts vom Eingangsbereich glauben wir eine Pflanze wiederzuerkennen, die beim letzten Besuch noch im Keller auf den Frühling wartete.

Aufbruchstimmung herrscht hinter dem Haus. Der große Aushub ist verschwunden, der Boden wurde größtenteils planiert und an den Rändern entstehen Beete, säuberlich durch Holzplanken voneinander getrennt.

Auch wenn die Baustellenstimmung noch nicht ganz verschwunden ist, wirkt der werdende Garten konsequent durchstrukturiert. Wir verlassen ihn mit dem Eindruck, dass hier nichts dem Zufall überlassen wird.

Erdarbeiten Vorgarten Vorgarten
Bei der Gartenpflege erste Blüten

Zufälle haben auch im Schneeballweg keine Chance. Im Garten von Sylvia Meidinger breitet sich eine üppig-bunte Farbenpracht aus, es grünt und sprießt an allen Ecken. Vor dem Haus fällt die neu gestaltete Gartenbank auf - rostrot ist die Farbe der Saison.

Angelockt von sanftem Plätschern wandert der Blick schnell an den Grundstücksrand, von dem aus ein kieselumsäumter Wasserlauf ins Hintere des Gartens mäandert. Wie vorwitzige Haarschöpfe lugen farbenfrohe Pflanzen über die Kiesränder, im Wasser erheben sich Sumpfdotterblumen in unterschiedlichen Höhen. Der Wasserlauf mündet in einen kleinen Teich, in dem sich einige Frösche bereits heimisch fühlen. Doch blicken lassen sie sich heute nicht.

"Den Nutzgarten hat mir mein Mann gestrichen" bedauert die Gärtnerin. Aber ihre Terrassenbepflanzung ist dafür um so üppiger ausgefallen. Doch der passionierten Hobbygärtnerin ist das noch nicht genug. Ihr Ehrgeiz ist es, durchgängig von einer leuchtenden Blütenpracht umgeben zu sein, um dem Blick des Betrachters immer wieder neue Reize zu verschaffen.

Kein Zweifel, das wird ihr gelingen!

Traubenhyazinten Wasserlauf Sumpfdotterblumen
Die Terrasse Die Terrasse Vorderfront des Hauses

Bei der Gartenarbeit treffen wir Doreen Büttner und Josefine. Derzeit konzentrieren sie sich auf den Nutzgarten. Das Wichtigste, die Erdbeeren, sind bereits gepflanzt, heute sind Radieschen, Möhren und Melonen an der Reihe - letztere kommen auf besonderen Wunsch einer kleinen Dame im roten Anorak in die Erde.

Um einige Details und Blickfänge ist der Garten inzwischen reicher geworden. Wir entdecken eine kleine Terracottafigur im Nutzgarten, Blumekübel zieren die Terrasse. Die Krokusse sind inzwischen schon wieder verblüht, doch dafür blühen die ersten Gänseblümchen auf der Wiese. Die sind nicht jedermanns Sache, doch Doreen Büttner mag sie. "Gänseblümchen und Kinder, die gehören doch irgendwie zusammen," meint sie. Unkompliziert und fröhlich passen sie zu diesem Garten und seinen Nutzern.

Ob dieser Garten sich weiterhin so spontan entwickeln wird? Wir werden sehen.

es ist schon grüner Detailansicht
Josefine mit Erdbeerpflanzen bei der Arbeit


Und hier noch ein Nachtrag vom 21.April aus der Emil-von-Behring-Straße 3

Heute ist niemand zuhause, doch da der Garten gut eingesehen werden kann, werfen wir einfach ein paar Blicke über den Gartenzaun.

Aha, die Schaukel für Dylan wurde inzwischen aufgebaut und die Terrasse präsentiert sich sommertauglich. Die Rasenfläche leuchtet auch bei Familie Kuhlmann in sattem Grün, von braunen Blättern keine Spur mehr. Besonders großzügig wirkt die Rasenfläche, weil es keinen Zaun zum Nachbargrundstück gibt - gute Nachbarschaft macht´s möglich.

Tulpen, Osterglocken und Traubenhyazinten leuchten aus den Beeten, die übrigen Pflanzen brauchen noch ein wenig Zeit um sich zu entwickeln. In einem Monat wird es hier wohl völlig anders aussehen.

Frühlingsblumen sattes rasengrün Spielecke