Ring frei zur letzten Runde

Am 5. September ist es so weit: Bei einem letzten Rundgang durch die Gärten der Wettbewerbsteilnehmer werden Sabine Mittelmaier, Steffi Quast und Jürgen Tietze eine Entscheidung fällen. Keine leichte Aufgabe, wie wir bei der jüngsten Stippvisite feststellen konnten!

Spontan hatten wir uns am 18. August aufgemacht, um erneut einen Blick über die Gartenzäune zu werfen.

Diesmal begann der Rundgang bei Familie Latala am Wasserturm 42.

Eingang Gartenansicht Windfang Straßenseite

Während die Beete beim letzten Besuch noch spärlich bestückt waren, überraschte uns diesmal eine deutlich dichtere Bepflanzung. Offensichtlich wurde der Rat der Kölle-Expertinnen umgesetzt und der Vorgartenbereich um Sträucher ergänzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

"Patient Bambus", Kummerkind der letzten Runde, machte wieder einen vitalen Eindruck, auf der anderen Seite des Windfangs blühten Gladiolen. Die Wiese, Herzstück des Gartens, wurde von allen Seiten mit Blumen und Stauden eingefasst - nun wirkt der Garten komplett.

Üppiger und noch farbenprächtiger als zuvor, fanden wir die Pflanzen im Garten von Familie Büttner im Haselnussweg 8.

sonnige Pagode üppiges Wachstum Bank

Eingang Dem Vorgarten ist kaum noch anzumerken, dass er erst vor kurzer Zeit angelegt wurde. Er wirkt so natürlich, dass es scheint, als wüchsen die Kartoffelrosen dort schon immer.

Zartgelb und rosa blüht es derzeit im Eingangsbereich. Im Zusammenspiel mit dem sanften Apricot der Hauswand ergibt sich ein harmonisches Farbenspiel - kein Wunder, hier lebt eine Malerin!

Zauberhaft aufeinander abgestimmte Pink- und Rosatöne wiederholen sich im hinteren Teil des Gartens. Wie auf eine Farbpalette kann Josefine in die Sträucher schauen, wenn sie im Sandkasten spielt - dabei muss einfach gute Laune aufkommen! Märchen der Gebrüder Grimm kommen einem unweigerlich in den Sinn, wenn der Blick dann zur Terrasse schweift: Eine schmiedeeiserne Pagode, eingefasst von bunten Blüten lädt zum Träumen ein.

Liebevolle Details, ein ausgeklügeltes Farbenspiel und ein sanfter Einklang mit der Natur geben diesem Garten ein unverkennbares "Gesicht".

Im Schneeballweg 14a kann das Bepflanzungskonzept mit allen Sinnen erlebt werden. Einen "Garten der Sinne" hat Sylvia Meidinger geplant und konsequent umgesetzt.

etwas für die Sinne Bank mit Blumen Blumen am Wasserlauf Betontöpfe

Überwältigender Duft betörte uns, als wir im Vorgarten standen. Ein Augenschmaus aus Gelb-Rot- und Orange-Tönen mit kleinen Inseln in lila und weiß dominieren. Man kann sich kaum satt sehen an Farb- und Formenpracht.

Im Wasserlauf hat sich ein Farbwechsel vollzogen, auf die Junifarben Dunkel- und Hellblau folgten im August Rosa und Pink.
Die sperrigen Betonkübel am Rande der überquellenden Terrasse sind inzwischen fast zugewuchert. Hier wiederholen sich die Farben des Vorgartens und nehmen der vorgegebenen Terrassenbegrenzung alle Härte. Es surrt und zwitschert in der Luft - das Konzept ist aufgegangen.

Groß und größer werden die Pflanzen im Garten von Patricia Thoms im Rotdornweg 4.

große Sträucher Eingangsbereich Bank

Riesenblumen Neue Gewächse sind nicht hinzu gekommen, aber der Bestand hat sich deutlich nach oben entwickelt. Ganz gleich ob Blumen, Sträucher oder Gemüse, alles wächst in Richtung Superlativ. Ob dieser Wachstumserfolg wirklich mit dem Pferdemist zusammenhängt, auf dessen Wirkung die Hobbygärtnerin schwört? Das Ergebnis scheint ihr Recht zu geben.

Ansonsten hat sich hier nicht viel verändert. Die Bank im Vorgarten ist durch zwei "Hinkelsteine" ergänzt worden, Blumen und Sträucher leuchten in fröhlichen Farben. Ein bunter Bauergarten war geplant - und ist es geworden. Planungsziel erreicht!

Etwas zu spät haben wir die Emil-von-Behring-Allee 4 besucht.

Vorderansicht Das Haus von hinten

Zwar kann es sich nur um ein paar Tage gehandelt haben, aber auf die kommt es eben beim Gärtnern manchmal an. Während die Vorgartenbepflanzung noch einiges an Wachstumspotential verspricht, haben einige der Pflanzen hinter dem Haus ihren Zenit bereits überschritten. Schade, besonders das Rosenspalier muss hübsch gewesen sein.

Stattdessen bewundern wir die riesigen Sonnenblumen vor dem Gartenhaus. Auch am Holzzaun recken die gelben Sonnen ihre Köpfe empor, doch längst nicht in derselben Fülle. In bunter Vielfalt zeigt sich der Staudenhügel und die bunte Blütenpracht der Veranda lässt einen Nachmittag im Liegestuhl noch verlockender erscheinen als zuvor.

Eva Kuhlmann ist ihrem Konzept treu geblieben. Die weitläufige Rasenfläche nimmt optisch den großzügigen Charakter des Hauses auf und lässt viel Bewegungsfreiheit. Blumenampeln und Randbepflanzung lassen den Garten unkompliziert und einladend zugleich erscheinen.

Terrasse Zaun

Es gibt noch Steigerungsmöglichkeiten.

Treppe Blick zur Schule Hausansicht

Bereits beim letzten Besuch in der Johannesstraße12 hatten wir festgestellt, Familie Bruhn/Schmidt habe aus ihrem Garten erstaunliches entwickelt. Dennoch sind wir diesmal wieder überrascht!

Der terracottafarbene Pflasterweg mäandert inzwischen bis zum Vorgarten und setzt sich strahlend vom satten Grün der riesigen Rasenfläche ab. Die Nachbarn haben in Sachen Rasen "zusammengelegt" und so eine opulente Freifläche gewonnen - trotz des außergewöhnlich umfangreichen Nutzgartens. Noch ist der Rasen nicht auf gleiche Höhe gestutzt, doch das kommt noch. Wir treffen Christiane Bruhn beim Bau eines leuchtend bunten Bauwagens, den Söhnchen Lucas bald mit einer Party für sich und die Nachbarskinder einweihen wird.

"Klettergerüste und Rutschen gibt es schon in anderen Gärten", erklärt seine Mutter. "Da ist es doch schön, auch mal etwas anderes zu haben. Außerdem kann man bei schlechtem Wetter auch innen spielen". Dank der gemeinschaftlichen Gartengestaltung ist Platz genug vorhanden.

Ein buntes Beet Doch zurück zum Gartenteil der Familie Bruhn/Schmidt. Abgesehen davon, dass im Gemüsebeet diesmal erstaunlich große Kohlrabi zu entdecken sind, fällt besonders der Terrassenbereich ins Auge. Hinter der Sitzecke wurde ein Zaun gespannt und mit allerlei Kletterpflanzen bestückt. Bis er zugewachsen ist, wird es noch ein wenig dauern, doch das Konzept ist deutlich erkennbar. Noch im Juni hatte dieser Platz wie ein Schiff am Liegeplatz gewirkt, nun fügt er sich harmonisch ins Landschaftsbild. Am Gartenhaus klettert blauer Wein.

Bei der Entwicklung dieses Gartens durften wir eine wirklich beeindruckende Metamorphose erleben: Vom Sandhügel zum Multifunktionsgarten. Nur mit den Obstbäumen ist Familie Bruhn/Schmidt noch nicht glücklich. Die wollen nicht so recht. Aber dazu werden sie die Damen von Pflanzen-Kölle noch einmal ausführlich befragen.