And the Winner is....

Alles lacht Spannend blieb es bis zuletzt.

Noch kürzlich hatte es ausgesehen, als hätten sich die Würfel bereits eindeutig geneigt. Doch zwei Wochen Wachstum können in einem Garten manchmal entscheidende Veränderungen bewirken.

So tat sich die Jury, bestehend aus Sabine Mittelmaier und Steffi Quast von Pflanzen-Kölle und Jürgen Tietze von der SEND, mächtig schwer beim Rundgang durch die Gärten. Schnell wurde aus den geplanten 30 Minuten eine volle Stunde. Auch wenn die entscheidenden Sätze später hinter verschlossenen Türen fielen, lebhaft diskutiert wurde schon unterwegs. Schließlich hat jeder Garten seinen ganz besonderen Charme, aber auch seine individuellen Rahmenbedingungen. Auf einem großen Grundstück lässt es sich z.B. viel leichter gestalten als auf einem kleinen und auch die Startvoraussetzungen waren sehr unterschiedlich.

Letztendlich zählten gärtnerische Kriterien: Pflanzenkombination, Farbgebung, stilistisches Verhältnis zum Haus, optisches Gleichgewicht - zu viel ist auch im Garten manchmal weniger. Gewonnen haben sowohl ein großer, als auch ein kleiner Garten. Der eine noch vor kurzen ein Sandhügel, der andere bereits seit drei Jahren "in Arbeit":

Die ausgelobten 300,00 Euro gingen zu gleichen Teilen an Sylvia Meidinger und Familie Bruhn/Schmidt.

Rasen vor dem Haus Bach im Garten

In kurzer Zeit habe der Garten von Familie Bruhn/Schmidt enorme Fortschritte gemacht, lobte Sabine Mittelmaier in ihrer Laudatio. Besonders gelungen sei die Terrasse und die kreative Bepflasterung, aber auch die Anordnung von Zier- und Obstgarten an den Rändern. Sehr schön und ein enormer Gewinn für den Garten sei die Idee, zwei Gärten zusammen zu legen. Eine freie Rasenfläche gäbe dem Garten eine großzügige Anmutung und dem Auge Ruhe. Steigerungsmöglichkeiten entdeckten die Juroren im Vorgarten, der noch ein wenig hinter dem Gesamtkonzept zurückbleibt. Allerdings lässt die Sitzecke am linken Hausrand vermuten, dass die Gestaltung in die richtige Richtung gehen wird.

Der Garten von Sylvia Meidinger überzeugte die Jury durch das harmonische Farb- und Bepflanzungskonzept, dem eine hohe Fachkompetenz anzumerken ist. Hier wurde auf einer kleinen Fläche sehr liebevoll und ideenreich gestaltet. Pluspunkte gab es für den Einfall, den Garten mit einem Bachlauf zu begrenzen. Doch sogar hier gab es eine Anmerkung in Richtung Zukunft: Bei aller Pflanzenliebe müsse die Hobbygärtnerin darauf achten, dass der Garten nicht zu voll werde.

Veranda Familie Kuhlmann Zweiter Preis Platz zwei - und damit eine Prämie in Höhe von 100,00 Euro€ - ging an Familie Kuhlmann. Hier lobte die Jury, wie perfekt der Stil des kanadischen Hauses sich in der Bepflanzung spiegele. Besonders gut gefielen die Hängebaskets sowie die stringente Farbgestaltung, bei der Rosa- und Lilatöne dominieren. Auch dieser Garten gewinnt durch eine freie Rasenfläche, die zum Nachbargrundstück hin lediglich durch ein Rosenspalier und kleine Sträucher begrenzt ist.

Den Zweitplatzierten knapp auf den Fersen, wurde Doreen Büttner für ihren "Friesengarten" mit dem 3. Preis bedacht. Hier wurde die Begrenzung mit Natursteinen und Kartoffelrosen im Vorgarten, die romantischen Terrasse, die stilsichere Bepflanzung sowie der Birkenzaun im hinteren Gartenteil lobend hervorgehoben. Zur Inspiration erhielt sie einen Bildband mit zusätzlichen Gestaltungsanregungen und einen Gutschein von Pflanzen-Kölle.

Familie Büttner Familie Thoms/Latala

Mit Büchern und Gutscheinen wurden auch Familie Latala (Platz 4) und Patrizia Thoms (Platz 5) für ihr Engagement belohnt. Beiden Gärten sei anzumerken, dass sie mit großer Begeisterung bearbeitet wurden, lobte Sabine Mittelmaier. Es seien schöne Ideen erkennbar, die sich beim nächsten Wettbewerb sicher in einer noch besseren Platzierung niederschlagen könnten.

Das klingt nach einer Fortsetzungsgeschichte. Schaun wir mal!

Die Wettbewerbsteilnehmer

Fotos: v. Schwichow