Letzten Samstag in Neu Döberitz:
Viel Spaß bei Sport und Spiel

Von heftigen Windböen und drohenden Wolken ließ sich am Samstag kaum ein Neu Döberitzer davon abhalten, zumindest zeitweilig beim Kinderfest vorbei zu schauen. Über 1000 Besucher tummelten sich im Laufe des Tages zwischen Kita, Festplatz, Grundschule und Gymnasium. Zwar mussten einige der windgebeutelten Pavillons frühzeitig wieder abgebaut werden, doch bis 16.00 Uhr blieb es trocken.

Auf Initiative der SEND hatten Kita, Grundschule und Gymnasium diesmal an verschiedenen Orten ihre Aktivitäten gebündelt. Nicht zuletzt, um ortsfremden Besuchern Neu Döberitz als l(i)ebenswerten Ortsteil nahe zu bringen. So verliefen sich die Menschenmassen über dem kompletten Areal - mit einer Ausnahme.

Alles begann mit einem Menschenauflauf: Mehr als 200 große und kleine Sportler hatten ihre Turnschuhe angelegt und drängten sich hinter dem Flatterband, das Grundschulleiter Frost und Projektleiter Jürgen Tietze von der SEND zum Start des 1. Wasserturmlaufs lüpften. Knapp 20 Minuten später erreichte der letzte Läufer unter fröhlichen Anfeuerungsrufen von Clown Kaily die Zielgerade. Nicht schlecht, bei einer Strecke von 2,5km, die auch von den Jüngsten bravourös bewältigt wurde.

Dann wurden die Stände geöffnet. Während die Erwachsenen mehrheitlich den kulinarischen Genüssen frönten, konnten die Kinder kaum entscheiden, was zuerst zu tun sei. Streetsoccer und Bogenschießen waren die Hits auf dem Grundschulsportplatz, auf dem Festplatz bildeten sich lange Schlangen beim Bullriding, an der Kletterwand und bei der Kissenschlacht. Wer es ruhiger mochte, malte, dichtete Elfchen, zimmerte ein Vogelhaus, ließ sich schminken, prägte Buttons, angelte Enten oder unternahm eine Rundfahrt mit dem Feuerwehrauto.

Andrang herrschte am Bewegungsparcours, beim Torwandschießen, beim Büchsenwerfen und immer wieder am Stand der IG Spielplatz, die einen Wettbewerb ausgelobt hatte. "Kinder malen ihren Traumspielplatz", lautete die Aufforderung, der begeistert Folge geleistet wurde. Am Ende hatte die Jury, bestehend aus Bürgermeister Jürgen Hemberger, Sozialausschussmitglied Wolfgang Galll und Jürgen Tietze von der SEND die Qual der Wahl. Sie entzogen sich ihrer schwierigen Aufgabe, indem die Gewinner kurzerhand gezogen wurden! Wer seinen Gewinn noch nicht abgeholt hat, erfährt unter www.spielplatz-neudoeberitz.de, was er oder sie tun muss, um ihn zu bekommen. Dort sind auch Bilder aus dem Wettbewerb zu sehen.

Freundliche und gut vorbereitete Schülerinnen und Schüler führten interessierte Besucher durch das Marie-Curie-Gymnasium. Sie schmunzelten wohl so manches Mal über jene Gäste, die sich angesichts der Ausstattung von Fachräumen, Sportanlagen und der besonderen Architektur die Augen rieben. "Seit meiner Schulzeit hat sich wohl einiges verändert…" , wie oft mögen sie diesen oder ähnlich Sätze gehört haben?

In der Aula gab es dort ein kleines, aber feines Kulturprogramm. Max und Dominik, zwei Nachwuchspianisten aus der siebten Klasse, stellten eindrucksvoll unter Beweis, dass in einem naturwissenschaftlichen Gymnasium auch die musischen Talente gefördert werden. Mit klassischen und modernen Stücken rahmten sie eine kleine Lesung ein. Vorgetragen wurden Texte, die Schüler im Rahmen eines Präventionsprojektes erarbeitet hatten sowie vier Texte, die im Rahmen der Schreibworkshops entstanden sind, die unter der Leitung von Jutta Michaud monatlich im Besprechungsraum der SEND stattfinden. Vanessa, Caroline, Christina und Isabell konnten sich ebenso wie die beiden Musiker über viel Lob und Beifall freuen.

Etwas ruhiger ging es in der Kita am Wasserturm zu. Dort hatten die jüngsten Besucher viel Raum zum freien Spielen im Garten und im Spielhaus. Das kam all jenen sehr entgegen, denen der Trubel doch ein wenig anstrengend wurde.

So wurde an diesem nicht ganz so sonnigen Samstag ein abwechslungsreiches Programm geboten, das den unterschiedlichsten Bedürfnissen gerecht wurde. Abschließend bleibt zu hoffen, dass sich das Kinderfest zu einer Tradition entwickeln wird, die letztlich auch ohne die SEND funktioniert. Denn wenn das letzte Grundstück verkauft ist, kommt es allein auf die Neu Döberitzer an, wie sich ihr Ortsteil weiter entwickeln wird.