Immer wieder spannend: Der Tag des offenen Denkmals

Immer wenn sich am 2.Septemberwochenende eines Jahres die Türen jener Bauwerken öffnen, die sonst der Öffentlichkeit verschlossen sind, machen sich Brandenburger und Berliner in Scharen auf, um Vertrautes einmal aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. So nutzten am Sonntag über 100 Menschen die Gelegenheit, das Wahrzeichen von Neu Döberitz zu erklimmen.

Offene Tür Aus dem Ort und der gesamten Region kamen Besucher in den Wasserturm an Wilhelmstraße. Viele hatten sich ein umfangreiches Besichtigungsprogramm zusammengestellt, das sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto abarbeiteten. Einzelne Wanderer, Paare, Familien mit Kindern, kurz: Menschen aller Altersstufen waren unterwegs, um sich in Sachen Heimatgeschichte sachkundig zu machen.

Neben der Turmbesteigung stieß eine Bilddokumentation des Neu Döberitzers Andreas Krüger auf großes Interesse. Gleich mehrmals hätte der Hobbyhistoriker sie verkaufen können, so groß war die Beigeisterung für Mappe, die er zur Ansicht ausgelegt hatte. Selbst die jüngsten Besucher, des Lesens noch nicht mächtig, hatten große Freude daran, den Turm auf immer wieder neuen Bildern, Postkarten oder kolorierten Stichen zu entdecken.

Bei vielen älteren Menschen aus Dallgow und der näheren Umgebung, weckte das Bildmaterial Erinnerungen und sie begannen, von alten Zeiten zu berichten. Jüngere Zuzügler erzählten, sie hätten das Bedürfnis, mehr über die Geschichte des Ortes zu erfahren, den sie zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt erkoren haben. Begeistert studierten sie alte Karten und versuchten, den Standort des eigenen Hauses zu orten.

Justin von gegenüber musste nicht lange suchen "Ich liebe den Wasserturm", strahlte der Neunjährige und freute sich, ihn endlich einmal besteigen und von innen fotografieren zu können.

Innenleben kein Wassertank

Viel zu sehen gibt es dort zwar nicht, doch gerade das regte offenbar die Fantasie vieler Besucher an. Die Frage des Tages lautete eindeutig, wie man den Turm in Zukunft nutzen könnte. Manch ein Besucher überlegte, wie es wohl sein würde, sich häuslich in den Rundungen des Turmes einzurichten.