Als Jugendreporter unterwegs - Bericht von der Redaktionssitzung

Spannend ging es zu beim Märztreffen der SEND-Schreibgruppe, denn in Vorbereitung unseres MAZ-Besuches trafen wir uns zu einer Redaktionssitzung.

Diesmal wurden "Hausaufgaben" mitgebracht: Artikel, Interview, Kommentar, Bericht, die jeweilige Sparte durfte - natürlich abgestimmt auf das jeweilige Thema - ausgesucht werden. Zeit für ein dickes Lob: Alle Schreibgruppenteilnehmer haben sehr gute Texte abgeliefert und als Schreibgruppenleiterin freue ich mich riesig über Eure Fortschritte!

Zum Thema "Freizeitangebote für Jugendliche in Dallgow-Döberitz" hatten Christina Klotz und Jessica Hornemann ein Interview mit Bürgermeister Jürgen Hemberger geführt und dabei entgegen ihren eigenen Erwartungen herausgefunden, dass Dallgow wesentlich mehr Angebote zu bieten hat, als manch einer denkt. Woran das liegt, wird in ihrem Artikel nachzulesen sein.

Euandra Budke hatte sich in Sachen Grundschulneubau sachkundig gemacht und berichtete aus einer Perspektive, die in der aktuellen Berichterstattung meist vernachlässigt wird. Sie besuchte die derzeit "ausgelagerten" Erstklässler und fragte, was sie vom neuen Schulhaus erwarten und welche Wünsche sie noch auf dem Herzen haben. Auch eine Lehrerin kommt in ihrem Artikel zu Wort.

"Mathe macht Spaß!" lautet der Titel des Beitrages von Thorge Thomsen, der über die Mathe-Olympiade in Blossin berichtete. Sein Bericht ist eine gelungene Mischung aus Faktensammlung und - aufbereitung sowie persönlichen Erfahrungen, denn Thorge war als Repräsentant seiner Schule selbst im Rennen. Aufs Siegertreppchen schaffte er es diesmal nicht, doch dafür schrieb er einen rund herum interessanten und witzigen Artikel, der fast schon in die Rubrik der Reportage fällt.

Vanessa Thamke wählte den Kommentar als Form für ihren Beitrag über das unangenehme Gefühl vieler Jugendlicher, in Geschäften als potentielle Ladendiebe behandelt zu werden.
Geplant war eigentlich einen Bericht zum Thema, doch Vanessas Recherchen im Havelpark erwiesen sich als zähflüssig, weil in jenen Geschäften, in denen Jugendliche gerne einkaufen, kaum jemand bereit war, die Fragen unserer Reporterin zu beantworten. Spärliche, zum Teil sehr widersprüchliche Antworten bekam sie von mürrischen Angestellten, die sich kaum die Mühe machten, ihr offen ins Gesicht zu sehen. "Erwachsene gehen viel zu wenig respektvoll mit uns Jugendlichen um" lautet ihre traurige Bilanz. Ähnliche Erfahrungen können Jugendliche beim Bus fahren sammeln, einen Beitrag dazu hat sie noch in Arbeit.

Wer jetzt gespannt ist auf die Texte unserer Jugendredaktion, wird sich noch eine Weile gedulden müssen. Das "Exklusivrecht" haben wir erst einmal der Märkischen Allgemeinen Zeitung vorbehalten, wo sie - wenn alles gut geht - nach den Osterferien zu lesen sein werden. Danach sind sie auch auf dieser Seite zu finden. Also: Unbedingt wieder hereinschauen!

Wer beim Lesen Lust bekommen hat, sich unserer Schreibgruppe anzuschließen, möge sich entweder unter 03322 - 25 49 15 oder jmichaudpr@aol.com anmelden. Wir treffen uns wieder am Freitag, 20. April, 16.30-18.30 Uhr in der Wilhelmstraße 4.