Spuren legen, Spuren suchen

Um "Veränderungen als dramaturgisches Moment" ging es im ersten Schreibworkshop nach den Sommerferien. Es darf schon etwas schwieriger und anspruchsvoller werden, denn die Schreibgruppe ist inzwischen ziemlich fit. Immer häufiger wagt sich die Gruppe jetzt an die Teilnahme an Schreibwettbewerben heran und erste Bewerbungen um Aufnahme in die Lehrredaktion der Jugendmesse "You" wurden bereits abgeschickt.

Spuren suchen Mit derart positiven Entwicklungen standen wir schon mitten drin, in unserem Thema: Die Wahrnehmung großer und kleiner Veränderungen, die im Leben wie in Erzählungen irgendwann eine wichtige Rolle spielen werden.

Im Selbstversuch galt es zunächst, 25 Veränderungen zu notieren, die sich im Laufe des vergangenen Jahres ergeben haben. Keine leichte Aufgabe, wie sich schnell heraus stellte! Im nächsten Schritt mussten drei Veränderungen in einen Entwicklungszusammenhang gesetzt werden. Welche Umstände begünstigten die Veränderungen? Welche Konsequenzen könnten sie mittel- oder langfristig nach sich ziehen? Eine echte Herausforderung war dann die Bewältigung des dritten Schrittes. Anhand von kleinen Szenen galt es, eine Entwicklung zu beschreiben und Spuren in Richtung Weiterentwicklung zu legen. Harte Nüsse, die mit viel Gelächter und Spaß geknackt wurden.

Zur Belohnung konnten wir die Entwicklung eines Textes von Thorge verfolgen. Eine Erzählung, zu der er durch den G8-Gipfel in Heiligendamm inspiriert wurde, hatte er in den Sommerferien noch einmal gründlich überarbeitet. Es hat sich gelohnt. Die "Pilgerfahrt nach Heiligendamm" kann unter "Texte aus dem Schreibworkshop" nachgelesen werden.

Wir treffen uns wieder am Freitag, 26. Oktober, 16.30-18.30 Uhr, wie immer in der Wilhelmstraße 4. Begeisterte Schreiber sind immer willkommen. Anmeldung unter jmichaudpr@aol.com und 03322- 25 49 15.