Von kandierten Mumien, Zahnpastagespenstern und windigen Windratten

Wer gerne schreibt, sollte Feste nicht nur feiern wie sie kommen, sondern auch als Schreibanregung nutzen - Halloween hat diesbezüglich eine Menge zu bieten!

Halloween Allein der Ursprung lässt jede Menge Bilder vor dem inneren Auge des Schreibers auftauchen: Keltische Stämme, gruselig verkleidet, geheimnisvolle Speisen auf der Türschwelle deponierend, bedrohliche Feuer und Geräusche, die Geister oder böse Ahnen fern halten sollen. Oder eifrige Römer, die ihren Erntegöttern huldigen, oder gläubige Christen, die am Abend vor Allerheiligen von Haus zu Haus ziehen, um kastige "Totenbrote" zu sammeln. Was mögen diese Menschen wohl erlebt, gedacht oder gefürchtet haben? Was, wenn sie sich begegnet wären?

In unserer Schreibgruppe wurde erst einmal mit Worten gespielt. Gruseltaugliche Begriffe sammelten wir, setzten sie neu zusammen, nutzten sie als Ausgangspunkt für witzige Geschichten. Was darin vorkam? Orangengruseln, windige Windratten, Totenrock, freiverkaspern, Heidekrallen, eine Unfreundlichkeitsparty, ein Bettlakenanschlagsfest, eine Fabrik für kandierte Mumien, ein Engstraßenland und vieles mehr. Die eine oder andere Geschichte wird vielleicht demnächst an dieser Stelle zu lesen sein - heute gibt es erst einmal ein Gedicht von Thorge Thomsen. Es handelt zwar nicht von Halloween, aber die Hauptfigur hat schon viele Regisseure zu gruseligen Geschichten inspiriert.

Schreibbegeisterte Menschen ab 12 Jahren sind herzlich eingeladen, sich am Freitag, 30. November, zum nächsten Schreibgruppentreffen in der Wilhelmstraße 4 einzufinden. Wir schreiben von 16.30-18.30 Uhr. Bitte anmelden unter jmichaudpr@aol.com oder 03322 - 25 49 12.