„Vergangenheit aufgedeckt“

So lautete das Motto zum diesjährigen „Tag des Denkmals“.

Andreas Krüger „Wasserturm aufgeschlossen!“ hieß es aus diesem Anlass in Neu Döberitz. Neben der Herausforderung, die 63 Stufen bis zur letzten Plattform des 30m hohen Turms zu erklimmen, wurde diesmal eine Ausstellung zur Ortsentwicklung geboten. Zusammengestellt hatte sie Andreas Krüger, ein geschichtsinteressierter Neu Döberitzer. Der Hobbyfotograf versäumt keine Gelegenheit, historisches Fotomaterial zusammen zu tragen und Gespräche mit Zeitzeugen zu führen. Mit Ausstellungen wie dieser, möchte er zu einem breiteren Interesse an der Regionalgeschichte beitragen.

Überwiegend waren es Motive aus der Kaiserzeit, die Andreas Krüger den aktuellen Ortsansichten gegenüberstellte. Auf beeindruckende Weise verdeutlichen diese Perspektiven den Wandel vom Truppenübungsplatz zum Wohngebiet. Manch „alteingesessener“ Besucher entdeckte auf den Fotos Gebäude, die Kindheits- und Jugenderinnerungen hervorriefen. Zum Schmunzeln wurden zusätzlich Portrait- und Scherzaufnahmen aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg gezeigt. Diesen Bildern ist deutlich anzumerken, dass den Portraitierten damals noch jede Vorstellung von den Schrecken eines Krieges fehlte.

alle Altersklassen Lesestoff offene Tür

Von den knapp 100 Besuchern wurde die Ausstellung mit großem Interesse angenommen. Neben Dallgowern nutzen viele auswärtige Familien den „Tag des offenen Denkmals“, um den Wasserturm zu erklimmen. Einige kamen ganz gezielt nach Dallgow, andere „nahmen den Wasserturm mit, weil er auf dem Weg zu anderen Denkmälern lag“. Sogar eine Familie aus Schleswig-Holstein war dabei. Sie wollten sich das ehemalige Wohnhaus der Großeltern anzuschauen, die in direkter Nachbarschaft des Wasserturms gewohnt haben: Im heutigen SEND-Gebäude, der ehemaligen Post.

Bürgermeisterbesuch erste Besucher interessierte Besucher