Da-da-da!

Auf den Spuren der Dadaisten bewegten wir uns beim letzten Schreibworkshop - frei nach deren Leitspruch "Kunst ist Leben - Leben ist Kunst."

textcollage Entstanden ist der Dadaismus als kritische Reaktion auf den 1. Weltkrieg und den damit verbundenen Militarismus, der sich damals in allen Lebensbereichen ausbreitete. Dem setzten die Dadaisten Lebensfreude, Nonsenskunst und spitzfindige Regimekritik entgegen. Sie setzten die formalen Regeln der Kunst außer Kraft und drückten ihren Unmut nicht selten symbolisch aus. Quasi im Vorbeigehen beeinflussten sie die bildenden Künste, indem sie zum "Querdenken" und Ausprobieren inspirierten. Sie entwickelten Collagen, spielten mit Wortklängen oder Geräuschen, brachten mit hintergründigem Humor Dinge zusammen, die gemeinhin als nicht zusammengehörig betrachtet wurden (und werden!). Lange vor der Verbreitung digitaler Techniken wie Video und Computer etablierten sie sich als die ersten Multimedia-Künstler.

Wie man Begriffe und Gefühle durch Lautieren zum Leben erweckt, Vokaltexte mit Klang und Sinn schreibt und wie aus willkürlich ausgeschnittenen Slogans und Wörtern Zufallsgeschichten entwickelt wurden, all das probierten wir gemeinsam aus. Ganz im Sinne des Ernst Jandl- Gedichts "vom kurzen O":"Ssso".

Neue Schreibexperimente werden in der Wilhelmstraße 4 wieder am 27. Juni, 16.30-18.30 Uhr, durchgeführt. Wer mitmachen möchte ist herzlich eingeladen. Bitte anmelden unter 03322 - 25 49 12 oder schreiben@michaudpr.de.