Worte werden Bilder

Was macht eigentlich ein Gedicht aus? Was spricht uns an einem Gedicht an? Wo mögen wir länger hineinhorchen? Welche inneren Bilder rufen Gedichte hervor? Mit diesen Leitfragen näherten wir uns am vergangenen Freitag dem Thema Lyrik.

Füße im Feuer Im Vorfeld hatten wir vereinbart, entweder ein selbst geschriebenes oder ein Gedicht eines Profis mitzubringen. Zusätzlich sollte etwas über den Verfasser und die Entstehungsgeschichte recherchiert werden. Wie immer war die Textauswahl ebenso individuell wie unsere Gruppe! Schließlich war es eine klassische Balade, an der die allgemeine Aufmerksamkeit hängen blieb. Thorge hatte uns „Die Füße im Feuer“ von Conrad Ferdinand Meyer mitgebracht, ein düsteres Gedicht, dessen Thematik leider nichts an Aktualität verloren hat. Um Verfolgung und Folter, Schuld und Vergebung geht es darin, was in unserer Gruppe zu angeregten Diskussionen führte – auch die gehören zum Kreativen Schreiben!

Teil 2 der Aufgabenstellung lautete, den Eindruck eines gehörten Gedichtes in Form einer Collage bildlich darzustellen oder die Stimmung eines der gelesenen Gedichte zum Ausgangspunkt eines Prosa-Textes zu machen. Keine einfache Aufgabe, wie sich zeigte, denn trotz Verlängerung reichte die Zeit diesmal nicht aus, um die Aufgabe vollständig zu lösen. Wer Zeit und Lust hat, arbeitet zu Hause weiter an Bildern und Texten und bringt das Ergebnis zum nächsten Schreibworkshop mit. Am Freitag, 14. November, treffen wir uns wieder. Dann stehen Schreibspiele auf dem Programm. Wer mitspielen möchte, möge sich bitte anmelden unter 03322-25 49 15 oder schreiben@michaudpr.de