Geschichten entstehen nur durchs Schreiben!

Was tun, wenn man einen umfangreiche Geschichte schreiben möchte, aber selten Zeit findet? Wie bleibt man als Autor in Kontakt mit den Figuren, Ideen und Gedankeblitzen, die den Fortgang der Geschichte sicherstellen? Diese Frage beschäftigt unsere jungen Nachwuchsautoren, die mit der Schule eigentlich so viel zu tun haben, dass für das Schreiben kaum Zeit bleibt.
Die gute Nachricht: Es geht trotzdem. Die weniger gute: Man benötigt Disziplin und den eisernen Willen, sein Projekt zu verfolgen. Alles andere ist eine Frage der Schreibtechniken.
Mit einer Einführung in die Portfoliotechnik wurden beim letzten Schreibgruppentreffen Wege aus der Stagnation aufgezeigt. Ein Portfolio ist eine Art „Tagebuch“ für den Text, in dem der Autor täglich die unterschiedlichsten Dinge einträgt: Ideen, Dialoge der Figuren, Zweifel an der Textdramaturgie, Fundstücke mit Hintergrundinformationen (z.B. Zeitungsausschnitte), Gesprächsprotokolle und vieles mehr. Es kann eine Mappe, ein dickes Schreibbuch oder eine Datei sein – je nach persönlichem Schreibverhalten und Vorlieben.

Kernstück der Portfolioarbeit ist die Selbstverpflichtung, täglich mindestens 10 Minuten zu schreiben – auch dann, wenn einem eigentlich gerade überhaupt nichts einfällt. Dann wird ein sogenanntes „freewriting“ praktiziert, eine Methode mit deren Hilfe man Gedanken entdeckt, von deren Existenz man vorher gar nichts ahnte. Dabei wird unstrukturiert alles festgehalten, was gerade im Kopf „herumschwirrt“. Zur großen Überraschung des Autors ist immer etwas dabei, was die Textarbeit fördert.
Schreiben will ebenso trainiert werden wie eine Sportart!

Wer nicht so recht weiß, wie man umfangreiche Textprojekte anlegt und konsequent verfolgt oder einfach nur neues Handwerkszeug erwerben möchte, ist herzlich zur Teilnahme an unseren Schreibworkshops eingeladen. Wir treffen uns wieder am Freitag, 13. November, 16.30 Uhr. Anmeldungen unter schreiben@michaudpr.de und 03322- 25 49 15.