Zuhause in Dallgow - Vertrautes fremd sehen und bewusster wahrnehmen


Der Titel ist Programm: Auf unterschiedliche Weise und unter Einsatz der verschiedensten Genres und Stilmittel setzen sich die Mitglieder unserer Schreibgruppe derzeit mit dem Leben in Dallgow-Döberitz auseinander. Um Auftakt des Themenzyklus unternahm die Gruppe einen Ausflug zum Regionalbahnhof. Aufgabenstellung: Schweigen und schauen, sich hineinfinden in die Rolle eines Ortsfremden. Ob Mensch ob Außerirdischer, das blieb den Schreibenden überlassen. Des Ortstypischen habhaft werden, überlegen, was auf den ersten Blick ersichtlich ist oder scheint, mögliche Fehlurteile vorweg nehmen – damit sollten sich die späteren Texte befassen. Anschließend ging es um die Frage, wo eigentlich das Herz des Ortes schlägt. Was meinen Sie wohl, liebe Leser?


Besonders schöne Texte entstanden, als der Lieblingsplatz in einem Liebesbrief gewürdigt wurde. Hier zeigte sich, wie routiniert die Gruppe inzwischen mit solchen Aufgaben umgehen kann. Als neue Herausforderung beschäftigen wir uns jetzt mit dem Verfassen eines Drehbuches: Meine Straße, meine Familie, meine Nachbarn und ich lautet der Arbeitstitel. Klingt einfach, ist aber sehr anspruchsvoll, wenn so viel Dallgow wie möglich darin vorkommen soll. Man darf gespannt sein.